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STEESELER DEMOKRAT

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

Die DP Steinsel-Müllendorf-Heisdorf stellt mit ihren vier Räten die zweitstärkste Fraktion im Steinseler Gemeinderat und bildet die Opposition gegenüber dem LSAP/CSV-Schöffenrat. Die DP konnte seit Einführung des Proporzwahlsystems in der Gemeinde (1993) kontinuierlich ihren Prozentsatz an den Wählerstimmen in fünf aufeinander folgenden Wahlen steigern.

Obwohl die DP 2017 mit einem Plus von 7,1 Prozentpunkten und einem Stimmenanteil von 33,59 % klarer Wahlgewinner war, wurde sie bei der Bildung des Schöffenrates übergangen. Offensichtlich war eine Weiterführung der Koalition aus LSAP und CSV von vornherein beschlossene Sache. Schade, denn ein verjüngter Schöffenrat hätte für neue Impulse und Entwicklung in der Gemeinde gesorgt.

Immerhin, das Verhältnis zwischen rot-schwarzer Mehrheit und DP-Opposition hat sich verbessert. Allerdings vermissen wir weiterhin, dass unsere Anfragen und Vorschläge im Gemeindebericht und im Gemeindeblatt veröffentlicht werden.

Die DP steht dem aktuell fertiggestellten Bau der neuen Musikschule „A Schmatts“ in Steinsel und der geplanten Umgestaltung des Gemeindefriedhofs in Heisdorf positiv gegenüber.

Bei der Abstimmung über den Allgemeinen Bebauungsplan (PAG) 2019 hat sich die DP enthalten. Die DP war weitgehend einverstanden mit den großen Linien. Allerdings hätte die DP für eine Erweiterung des Bauperimeters gesorgt, um mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können.

Kritisch sah die DP auch die zu erwartenden Parkplatzprobleme im Zentrum von Steinsel. Mittlerweile scheint die Majorität in dieser Frage einsichtig zu sein, da nach deren neusten Plänen die Parkmöglichkeiten erweitert werden sollen.

In einem Flyer kritisiert die LSAP unseren Vorschlag den Hebesatz der Gewerbesteuer von 300 % auf 260 % zu senken. Die DP möchte so einerseits eine einheitliche Besteuerung mit der Nachbargemeinde Walferdingen erreichen, da die beiden kommunalen Industriezonen aneinandergrenzen, andererseits wäre eine Senkung der Gewerbesteuer eine Unterstützung der Betriebe in der aktuellen Krise.

Die DP wertet es als positiv, dass in dieser Legislaturperiode viele Projekte in ihrem Sinne abgeändert oder langjährige Forderungen endlich aufgegriffen werden:

  • Beispielsweise die Schaffung eines Naherholungsgebietes im Rahmen der Renaturierung der Alzette - nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Walferdingen. Übrigens ein Vorschlag den die DP erstmals vor 25 Jahren machte!
  • Ebenso der Bau einer Tiefgarage mit Shared Space im Zentrum von Steinsel, auch wenn dieser Vorschlag noch in den Wahlprogrammen von LSAP und CSV vehement abgelehnt wurde.
  • Auch die Forderung der DP, die Verschuldung der Gemeinde zu reduzieren, wurde aufgegriffen, denn letztendlich muss der Steuerzahler für den Schuldendienst aufkommen. Der Gemeindehaushalt sieht bis Ende 2021 eine Reduzierung auf 14,7 Millionen Euro vor, sodass Steinsel dann im Mittelfeld aller Gemeinden läge.

Diese Entwicklung freut uns, bestätigt unsere Arbeit und erklärt auch, warum sich die DP Fraktion bei der Abstimmung über den kommunalen Haushaltsplan 2021 enthalten hat und nicht in sturer Oppositionsmanier mit ‚Nein‘ gestimmt hat.

Einzelne Entscheidungen der LSAP-CSV-Koalition, ob nun Projekte oder Unterlassungen, sehen wir als DP weiterhin kritisch. Die DP bedauert, dass trotz aller Ankündigungen der Majorität und hohen Ausgaben für Gutachten und Studien, etliche Vorhaben immer noch nicht realisiert werden konnten:

  • Die DP bedauert, dass es nicht möglich sein soll einen Geldautomaten in Steinsel zu installieren.
  • Wie steht es um die Straßenunterführung unter der Eisenbahn in Heisdorf? Ein Projekt das immerhin schon im Wahlprogramm 2005 der LSAP stand. Offenbar eine unendliche Geschichte mit Problemen beim Ankauf von Grundstücken, Klagen gegen den Bebauungsplan, wenig Begeisterung der Gemeinde Walferdingen wegen der Planungsschwierigkeiten. Dieses Kapitel wird uns noch längere Zeit beschäftigen.
  • Das Bauvorhaben im Zentrum von Steinsel mit Umgestaltung des Kirchplatzes: Seit Juli 2010 befasst sich der Gemeinderat mit Bebauungsplänen für die ehemaligen Grundstücke ‚Ecker‘. Masterpläne wurden ausgearbeitet. Mitte 2018 bewilligte der Gemeinderat den Teilbebauungsplan, die Ausführungspläne und die Konvention mit dem Bauträger. Garagen, Lagerhallen mit angrenzenden Wohn- und Geschäftshäusern wurden abgerissen, aber erst vor kurzem wurden Verhandlungen mit dem Kirchenfonds aufgenommen. Späte Einsicht, denn von Anfang an hatte die DP auf eine Einbindung des „Porheem“ gedrängt.

Die Verzögerungen sind die Folge einer unrealistischen Herangehensweise.

  • Die Verlegung des Recyclingcenters, eine Lösung scheint in Sicht. Auch dieses Vorhaben wurde bereits 2005 von der LSAP versprochen, dem Gemeinderat wurden sogar 2007 entsprechende Pläne vorgestellt. Rezenten Aussagen des Schöffenrates zufolge hat die Gemeinde eine Konvention mit den Eigentümern zwecks des Kaufs eines geeigneten Grundstücks im Industriegebiet unterschrieben. Die DP unterstützt dieses Vorhaben denn der aktuelle gefährliche und komplizierte Zugang zu einem Recyclingcenter, das bei Regen zum See wird, ist einer modernen Gemeinde nicht würdig. Die DP befürwortet seit Jahren eine Verlegung in das Industriegebiet oder zwischen Steinsel und Bereldingen.

 

Die DP verlangt eine frühzeitige und transparente Information aller Gemeinderäte, sowie eine echte Einbindung der beratenden Gemeindekommissionen, gerade in Zeiten, die sich rasch ändern.

Die DP fordert die Einsetzung einer Kommission, die das gemeindeeigene Fernsehprogramm und die verschiedenen Gemeindepublikationen koordiniert und die selbstverständlich parteiübergreifend besetzt wird.

Liberales Denken und sozialer Zusammenhang können in einer Gemeinschaft am besten erreicht werden, wenn junge Menschen Kreatives dazu beitragen können. Die Ideen der Jugend, gepaart mit der Lebenserfahrung der älteren Generation, sind die Grundlage für eine solidarische Gesellschaft im Interesse aller – gerade in einer Gemeine wie Steinsel.

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version française

Chères concitoyennes, chers concitoyens,

Avec ses quatre conseillers communaux, le DP Steinsel-Mullendorf-Heisdorf constitue, de par sa taille, le deuxième groupe politique et il forme l’unique opposition au conseil communal de Steinsel.

Depuis l’introduction du scrutin proportionnel en 1993, la section locale du DP a pu augmenter son pourcentage de façon continue pendant cinq élections communales successives.

Bien que le DP soit sorti nettement gagnant des élections en 2017, avec un gain de 7,1 points de pourcentage atteignant les 33,59 % des voix, des pourparlers avec le DP n‘ont pas eu lieu en 2017, étant donné que la reconduction de la coalition existante entre LSAP et CSV était un accord conclu avant les élections.

Ceci est regrettable, car un conseil communal rajeuni aurait donné de l’élan qui aurait permis de faire avancer le développement de la commune.

Nonobstant cette occasion manquée, les rapports entre majorité et opposition se sont améliorés. Cependant, nous exigeons que nos nombreuses demandes et propositions au conseil communal soient publiées aux rapports et bulletins communaux.

Nous avons avisé favorablement l’achèvement récent de la nouvelle école de musique «A Schmatts» à Steinsel et la transformation projetée du cimetière communal à Heisdorf.

Lors du vote relatif au plan d’aménagement général de la commune en 2019, le DP s’est abstenu. Largement en accord avec les grandes lignes du PAG, le DP a souligné une fois de plus être disposé à élargir le périmètre de construction pour la création de logements abordables.

Un autre sujet critiqué par le DP est le manque de stationnement au centre de Steinsel. Au vu des derniers plans, la majorité semble entretemps se montrer raisonnable, étant donné qu’il est prévu d’augmenter la capacité parking.

Dans une publication récente, le LSAP critique notre proposition de réduire le taux de l’impôt commercial communal de 300 % à 260 %. Le DP proposait l’application d’un taux uniforme entre notre commune et la commune de Walferdange, vu la contiguïté des deux zones industrielles. Cette mesure aurait été un soutien bien apprécié des entreprises traversant actuellement une période difficile.

Nous nous réjouissons également des nombreux projets modifiés dans le sens de nos recommandations au courant de la période législative actuelle - respectivement que nos demandes de longue date ont finalement été reprises, notamment :

  • Notre revendication, formulée une première fois il y a 25 ans, relative à l’aménagement d’une zone de récréation à proximité de l’Alzette ainsi que la renaturation de cette dernière - à l’instar de la commune de Walferdange ;

 

  • L’augmentation de l’offre de places de stationnement par la construction d’un parking souterrain intégré dans le concept du Shared Space au centre de Steinsel (revendication du DP refusée avec véhémence par les partis de la majorité dans leurs programmes électoraux) ;

 

  • La demande du DP de réduire la dette de la commune a également été reprise. Cela est une bonne nouvelle, car en fin de compte, la dette est à charge des contribuables. Le budget prévoit une réduction de la dette à 14,7 millions d'euros d'ici la fin 2021, de sorte que Steinsel se situerait alors dans la moyenne nationale.

Nous nous félicitons de ces évolutions, qui sont le résultat de notre bon travail.

Notre travail d’opposition est fondé sur une action engagée dans l’intérêt de notre commune. Ceci explique pourquoi nous ne menons pas la politique d’un vote obstiné du «non» - à l’instar du vote du budget communal auquel nous nous sommes abstenus.

Cependant, nous restons critiques face à certaines décisions et omissions de la majorité. Malgré des annonces publiques de la majorité et des dépenses élevées pour des études techniques, certains projets n’ont toujours pas pu être réalisés :

  • Ainsi, nous regrettons qu’il ne soit pas possible d’installer un distributeur automatique de billet (bancomat) à Steinsel ;

 

  • Le remplacement du passage à niveau à Heisdorf par un passage souterrain semble être une histoire sans fin. Il y a lieu de rappeler que ce projet figurait déjà au programme électoral du LSAP en 2005. Le projet est toujours peu avancé. Ceci pour des raisons de problèmes d’acquisition de terrains, de dépôts de plaintes contre le plan d’aménagement, d’un manque d’enthousiasme auprès des responsables de la commune de Walferdange à cause des problèmes de planification. Ce sujet nous occupera sans doute encore pendant un bon moment.

 

  • La situation du projet immobilier au centre de Steinsel avec aménagement de la place de l’église ne donne également pas satisfaction.
    Depuis juillet 2010, le conseil communal examine des plans d’aménagement des anciens terrains «Ecker» au centre de Steinsel. Des plans directeurs ont été élaborés. Mi-2018, le conseil communal a approuvé un plan d’aménagement partiel, les plans d’exécution et la convention avec le constructeur.

Depuis, les garages, les dépôts avec immeubles de commerce et d’habitation adjacents ont été démolis, mais ce n’est que récemment que les négociations avec le Fonds de gestion des édifices religieux ont été entamées. Une autre prise de conscience tardive de la majorité, alors que le DP insistait dès le début sur une intégration de la maison paroissiale (Porheem) dans le projet.

Les retards ainsi engendrés sont le résultat d’une approche peu réaliste.

 

  • La relocalisation du centre de recyclage, un autre projet déjà promis par le LSAP en 2005 ! Des plans relatifs à ce projet ont même été présentés au conseil communal en 2007. Selon ses déclarations récentes, le conseil échevinal vient de signer une convention avec les propriétaires pour l’achat d’un terrain adéquat dans la zone industrielle. Le DP soutient cette initiative car l’accès actuel près du pont de l’Alzette à Mullendorf est, d’une part, dangereux et compliqué, d’autre part, il existe un vrai risque d’inondations du terrain par temps pluvieux. Tout cela n’est pas digne d‘une commune moderne. Depuis des années, le DP suggère une relocalisation dans la zone industrielle ou éventuellement entre Steinsel et Bereldange.

 

Le DP exige une information précoce, transparente et ouverte de tous les conseillers communaux ainsi qu’une réelle implication des commissions communales, surtout aujourd’hui, dans un monde où le changement est permanent.

Le DP réclame une fois de plus d’instaurer une commission de coordination du programme télévisé communal et des diverses publications communales. Ce groupe devrait évidemment être constitué de représentants de tous les partis politiques.

La pensée libérale et la cohésion sociale dans une communauté ne peuvent être atteintes que lorsque les jeunes ont la possibilité de contribuer de manière créative. Les idées des jeunes, associées à l'expérience de vie de la génération plus âgée, constituent la base d'une société fondée sur la solidarité dans l'intérêt de tous - surtout dans une communauté comme Steinsel.